Rechts ein erstaunlich gut erhaltenes AEG Magnetophon K4 Chassis mit Elektronik. Man erkennt den für einige Serien charakteristischen K4 Drehknopf in der Mitte und die Griffe zum Herausnehmen des Chassis aus dem jeweiligen Gehäuse. Auch konnten diese Bandteller nur die AEG Wickelkerne aufnehmen.
Die Elektronik war fast genauso groß wie das Chassis an sich und es war nur mono. Und nicht nur angeblich gab es aber schon Stereo Geräte (das AEG K7) so etwa ab 1942, mit denen sogar Stereo- Schallplatten- Aufnamen (BASF Musik) vorbereitet wurden.
Klicken Sie mal auf die Bilder zum Vergrößern.
Diese gut erhaltenen Teile scheinen überarbeitet oder aufgearbeitet zu sein. Manche Feinheiten sehen einfach zu neu aus. Verblüffend ist dennoch, diese Hifi- Studio- Qualität war wirklich bis spät in die 50er Jahre nicht oder nur geringfügig übertroffen worden.
Jetzt noch ein Blick in die Eingeweide des Laufwerks. Vorne sieht man den Capstan Motor für die Tonwelle. Er mußte damals nur eine Geschwindigkeit können. Und er war gleichzeitig Lüftermotor. Das war eben damalige machbare Technik. Die beiden Wickelmotoren mußten etwas mehr Zug (bzw. Gegenzug) "machen" als gebraucht wurde, um das Band straf zu halten und der Schlupf erzeugte ja auch (Ab-) Wärme, damals anscheinend noch recht viel Wärme (die alten AEGler sprechen von glühend heiß). Links sieht man die 4 Drucktasten mit den Kontaktfedern, damals eine ungeheuer progressive Entwicklung anstellle der dicken klobigen Schaltknebel der gängigen Filmprojektoren.
Die obere Chassisplatte ist aus massivem Eisen, der Rest aus Eisen-Winkeln. Die Elekronik war ja sowieso im eigenen "Koffer" separat.
Der Motor kam natürlich auch von der AEG Mutter (aus dem Staubsauger-Werk).
Weitere Bilder folgen.