Die Legende von 1987 fängt an. Gleich am ersten Tag der Messe noch vor dem eigentlichen Messebeginn soll eine ganze Traube von Japanern, Sicherheitsleuten und "Dienern" auf den Studer Stand gekommen sein und es schälte sich der oberste Chef von Sony, der alte kleine weißhaarige Akio Morita, aus dem Pulk heraus und kam auf den überraschten (ebenfalls weißhaarigen aber schon fast "haarlosen") Willi Studer zu und drückte ihm die Hand.
Willi Studer fühlte sich sehr geehrt, denn Sony war ein Riese sowohl in der Unterhaltungselektronik wie auch in der Studiotechnik und Sony hatte damals bereits mehr als 250.000 Mitarbeiter und die Firma Studer vielleicht mal 3.000. Dann gingen sie zusammen bewundernd von einem schweren Boliden der Firma Studer zum nächsten Boliden und tauschten die gewöhnlichen Höflichkeiten aus.
Und dann ließ Herr Akio Morita sich von einem der anderen Japaner zwei kleine Kästchen geben und überreichte sie dem nun noch mehr überraschten Willi Studer als Geschenk.
Die Legende spricht von dem allerersten tragbaren Sony DAT Laufwerk noch mit separater Elektronik (also Laufwerk und Elektronik getrennt). Willi Studer wußte damit zuerst nichts so recht anzufangen. Herr Morita verstand die fragenden Augen sofort und erklärte dem Willi, er möge diese Geräte doch mal von seinen besten Spezialisten untersuchen lassen, es sei ja ein Geschenk in vollster Hochachtung vor dem Genie. Japaner übertreiben unseres Erachtens manchmal die Höflichkeit.
Willi Studer bedankte sich herzlich bei dem Sony Chef für das unerwartete Geschenk, beide waren ja bereits in recht hohem Alter. Als die Japaner weiter gezogen waren, ließ er diese beiden "Dinger" sogleich (noch am selben Tag) nach Zürich zu seinen Gurus fliegen, sie mögen die Teile doch bitte mal untersuchen.