Sie sind hier : Homepage →  zur Magnetbandtechnik→  (1) Tonband-Museum / Galerie→  Die Anderen (DE)→  Assmann

Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese RDE Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Die Firma Assmann aus Bad Homburg

Assmann war ein Spezialist, der in der Öffentlichkeit nie besonders groß aufgetreten war. Das änderte sich, als Assmann oder deren Holding die Reste der Tonbandfabrik Uher (ehemals München) übernommen hatte.

 

Angefangen hatte es bei Assmann etwa 1946 mit dem Magnetplatten- recorder ähnlich dem Modell rechts im Bild. Eigentlich war der für Bürozwecke gedacht. Die Fernmelder bei der Deutschen Bundespost brauchten schon bald für ihre Dienste verläßliche Geräte, mit denen man zum Beispiel die Zeit automatisch ansagen konnte, vollautomatisch und 365 Tage und 24 Stunden pro Tag. Das konnte (damals) kein Bandgerät leisten.

 

Erinnern Sie sich ?

 

<typohead type="2">Es ist jetzt . . . . . . . . . . . . . . . . fünfzehn Uhr ......... und ......... drei .... und .... zwanzig ...... Minuten.</typohead>

 

oder

 

<typohead type="2">"Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht zu ereichen."</typohead>

 

<typohead type="2">"Dieser Anschluß ist gesperrt."</typohead>

 

Ja, so war das damals, als die Computer noch nicht sprechen konnten. Dieses Gerät war einmalig und hatte (beinahe) eine Monopolstellung auf dem Markt.

 

Aber nichts währt ewig und die fortschreitende Technik verdrängte alles mechanische auf den Schrottplatz.

 

Doch sie hatten weitere bemerkenswerte Produkte, die für den Autor damals sehr beeindruckend waren.

Die ganz dicken Brummer :

hier ein ähnliches Gerät von CEC

Eine weitere Abteilung bei Assmann in Bad Homburg produzierte zu meiner Zeit edelste 24 Kanal 24 Spur Flugüberwachungs- Aufzeichnungs- Bandmaschinen. Das waren riesige schwerste Guß Chassis mit 3 dicken Motoren, 1 Zoll Band und ganz langsamen 2,4 cm/s für die Sprachaufzeichnung der Fluglotsen. Die Maschinen mußten paarweise 24 Stunden rund um die Uhr laufen und das Jahre lang.

 

Ich hatte dort ca. 1970 vier Wochen Industrie- Praktikum gemacht. Es war für mich damals sehr beeindruckend, was dort geleistet wurde. Dazu produzierte Assmann die Magnetplatten- Ansageautomaten der ehemaligen Deutschen Post (das war der Fernmeldedienst), die die aktuelle Uhrzeit über die Telefon- Zeitansage- Nummer automatisch angesagt hatten. Assmann hatte auf diese Geräte fast ein Monopol. Damals war das eben High-Tech, heute nur noch ein historisches Andenken.

 

Inzwischen firmiert Assmann unter ATIS Assmann GmbH und/oder Uher GmbH wieder in Bad Homburg. (Stand 1998) und jetzt unter Uher Informatik GmbH.

 

Das traurige ist, die meisten deutschen High-Tech Firmen hatten den Zug der Zeit verschlafen und sind viel zu spät aus dem Bett gefallen, als die Japaner uns schon überrollt hatten. Zwei der ganz wenigen positiven Beispiele sind die Firma Dolby und die Firma Kudelski, die ja ehemals nur diesen Markt hatten. Beide hatten und haben sich mit neuen teilweise ganz anderen Produkten in die neue Zeit hinüber-"gerettet". Insbesondere Kudelski mit seiner Nagra III, dem Aluminium Block mit Tonaufzeichnung, entwickelt jetzt Software, die Nagravision.

zum Seitenanfang

Zur DLT-Homepage CSS - © 2008 - Tonbandmuseum Wiesbaden - weitere Museen : das Magnetbandmuseum, das und das Hifi-Museum.