Das M10 mit jetzt 3 Motoren (als Weiterentwicklung des M5) war mit 80 Kilo nun fast überhaupt nicht mehr transportabel. Das M10 Chassis wurde meist in Truhen oder in Regiepulte oder in ganze lange Tische mit hunderten von Kilo eingebaut.
Und als Student durfte "man" da sowieso nicht ran, das war nur etwas für die "priviligierten Profis" mit den weißen Kitteln aus der Tonregie.
- Sie hören aus meinen Worten, daß ich mich damals sehr über diese arroganten Pimpel geärgert hatte, die uns sogar unterstellten, diese Maschinen würden bereits Schaden erleiden, wenn sie von "unqualifizierten Augen" auch nur angeschaut würden.
Aber weiter:
Das also war jetzt wieder feinste Studiotechnik, edel, wie man es von AEG- Telefunken auch gewohnt war. Doppelte Bandzugsregelung, mal grob und dann fein, doppelter Capstan Antrieb links und rechts von den Tonköpfen, da konnte das Band eigentlich nichts mehr falsch machen. Das hier benutzte Studioband war immer noch das extrem robuste Standard Band von vor dem Kriegsende, noch nicht mal das Langspielband der Hobby-Fans.
Auch der echte "Bandlängemesser", also die Uhr rechts in der Umlenkrolle, ging in Sekunden und Minuten (also nicht in imaginären Zahlen oder cm oder gar in Inch). Das war (für damalige Zeiten) sensationell und genial, das hatten nicht mal die ersten amerikanischen Bandmaschinen in deren Kisten. Und er ging wirklich auf die Sekunde genau, eben richtig professionell deutsch.
Die dicke Frontplatte war so massiv, die konnte eigentlich niemand kaputt hauen. Doch bei über 45 Kilo hört jeder Spaß auf. Der dicke Motor spricht Bände, was das Gewicht angeht.