So wurde dann die Knebelvorrichtung, die die beiden Mitnehmerstifte verriegelt, gebaut. Auch vieles andere wurde konstruktiv verbessert. So kamen die K 2 in 1936 und K 3 im Jahr 1937 heraus. Außerdem - das muß ich Dr. Schiesser fragen - hatten wir eine Apparatur bekommen, ungefähr zehn Laufwerke, die nur mit einem Hörkopf versehen waren, und uns wurde gesagt, das sei eine Apparatur für Puppenspieler.
Dr. Schiesser: Ein Nur-Wiedergabegerät spukte immer in den Köpfen herum, und zwar einfach, weil man sich sagte: das Magnetophon ist ein schrecklich teures Ding. Andererseits hat man sich überlegt, daß die Kosten praktisch nicht geringer werden, wenn man nur den Aufsprechteil wegläßt. Der Verstärker war ja derselbe für Aufnahme und Wiedergabe ( ...), man hätte lediglich einen Kopf gespart und vielleicht den drehbaren Kopfträger. Damals ist der Gedanke eines Nur-Wiedergabegerätes nicht realisiert worden, es mag einmal eine kleine Serie gegeben haben.
weiter Herr Westpfahl: Wir lebten in einer Diktatur, da mußte man ja mit Nachfragen vorsichtig sein; wir nahmen das hin, was uns gesagt wurde, und forschten nicht weiter nach. Wir waren überhaupt bemüht, eine Apparatur auf die Beine zu stellen, die erstens bedienungsmäßig ein Minimum an technischem Können erforderte. Zweitens sollte eine große Betriebssicherheit in dem Gerät stecken, und außerdem sollte es elektroakustisch den der Zeit entsprechenden Anforderungen gut genügen. Man war immer bestrebt, das Frequenzband <zu erweitern> - wir waren schon zufrieden, wenn wir 5000 und 6000 <Hertz> erreichten, und wenn wir großes Glück hatten, dann war es auch mehr.
Die Kopf-Fabrikation war ein Faktor, der sozusagen immer nach Verbesserung schrie. Die ersten Ausführungen waren in sehr einfacher Form so gebaut, daß die beiden halbkreisförmigen Hälften durch einen flachen Messingsteg zusammengehalten wurden, und je nach dem, wie vorher der Mechaniker die Flächen bearbeitet hatte und mehr links oder rechts drückte, lagen die Hälften mehr oder weniger senkrecht zur Auflagefläche - so war das auf Dauer nicht zu bewältigen. Da kam jemand auf eine neue Idee: man machte zuerst Messingdruckstücke, die dort ausgefräst waren, damit die Wicklung Platz hatte und die Unterseite <also die Auflagefläche> war hinterdreht.