Ganz besondere Bedeutung erlangt aber die Auswahl geeigneter magnetischer Materialien für die Aufzeichnung selbst, weil die Wellenlängenaufzeichnung höchster Frequenzen um 5 MHz äußerst kurz (ca. 1/um) ist.
Wenn wirklich die Kopfspaltbreite von 0,3um die obere Aufzeichnungsgrenze bestimmen soll, so müssen die magnetischen Partikelgrößen wenigstens eine Dimension kleiner sein. Da die Kopfspannungen prinzipiell sehr klein werden, kommt einer hohen Dichte und Magnetisierbarkeit der Partikel eine entscheidene Bedeutung zu, weil dies die Kopfspannung zu erhöhen geeignet ist.
Geht man davon aus, daß Bänder mit einer Koerzitivkraft bis zu 600Oe in Verbindung mit HPF-Köpfen zu verwenden sinnvoll ist, so scheidet das normale gamma Fe2O3 Band wegen seiner mit 300Oe niedrigen Koerzitivkraft bereits aus, zumal bei ihm die Erzielung kurzer Wellenlängen besonders schwierig ist. Nur diese Bandtype aus den Anfängen des "Magnetophones" ist aber preiswert zu haben und seine Qualität ist seit den Anfängen beträchtlicht verbessert worden.
Das heutige gamma Fe2O3 Band in Form des nadelartigen Hämatits ist gegen Überdruck- und Temperaturschwankungen weitgehend unempfindlich und seine Teilchengröße liegt bei weniger als 1um, was jedoch für 0,3um Spalte noch zu groß ist. Anzustreben wäre hier die Größe von 0,03um. Unterhalb von 0,05um Teilchengröße verliert dieses Material jedoch seine Magnetisierbarkeit und wird deshalb für unsere Zwecke unbenutzbar.
Daher wird z.Zt. in allen VTR außer VHS CrO2-Band verwendet, das mit 500Oe auch eine ausreichende Koerzitivkraft zur Verfügung stellt. Obgleich seine Nadelgröße hervorragend ist, verwendet man es besser nicht in der Massenproduktion, einmal wegen seiner kostspieligen Herstellung in Autoklaven und weiter wegen der Umweltverschmutzungsgefahr durch Cr-Ionen. (Das war damals eher ein Gerücht.)
Besonders nachteilig für die Verwendung bei höher Relativgeschwindigkeit im VTR ist jedoch die große Kopfagressivität von CrO2 Band, wohl bekannt vom Audiobandgerät her. Glücklicherweise bestehen aber zwei Möglichkeiten, die Nichtmagnetisierbarkeit von Fe2O3- Nadeln unterhalb von 0,05um Teilchengröße zu eliminieren.